Was soll es sein: Offene oder geschlossene Küche?

Sunshine 165 Ulm - Offene KücheWas ist die wohl meist diskutierte Entscheidung bei der Planung eines Hauses? Wir schätzen, es ist die Frage, ob die Küche offen oder geschlossen sein soll. Auf jeden Fall birgt das Thema Zündstoff für heiße Debatten und lange Gespräche. Für alle, die für weitreichende Diskussionen mit dem/der Liebsten und anderen „Experten“ wie Mutter, Schwiegermutter oder den „Kochprofis“ aus dem Freundeskreis gewappnet sein wollen,
hier eine kleine Handreichung mit Pro-und Contra-Argumenten.

 

Offene Küche

Wer heute baut, möchte natürlich ein Haus, das nicht nur technisch, sondern auch architektonisch auf dem neusten Stand ist. Und dazu gehört auf jeden Fall eine offene Küche. Hier könnte man sogar etwas ausschweifend argumentieren, dass der Trend vom geschlossenen zum offenen Kochbereich die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte spiegelt. Vorbei sind die Zeiten, in denen in der Küche gearbeitet und im Wohnzimmer gelebt wurde. Im Gegenteil: Die Küche mitsamt ihrer Ausstattung hat das Auto als Statussymbol sicherlich schon fast abgelöst.

Nach dem kleinen soziologischen Exkurs, nun aber wieder zurück zu den „harten“ Fakten. Das wohl überzeugendste Argument ist der tatsächliche und gefühlte Platzgewinn. Denn man spart nicht nur die Fläche, die eine Wand einnehmen würde, sondern kann auch mit den Möbeln großzügiger planen. Ein tolles Beispiel, wie der Raum genutzt werden kann, sind die modernen und praktischen Kochinseln: Sie werden häufig im Übergang zum Esszimmer oder Wohnbereich angeordnet und sorgen für zusätzliche Staufläche. Und dank offener Front kann man die sowieso oft eh viel zu knappe Zeit schöner und besser nutzen.

Während zum Beispiel die Kinder am großen Esstisch Hausaufgaben machen, können die Eltern das Abendessen vorbereiten oder auch erstmal die Überbleibsel vom Frühstück aufräumen. Doch nicht nur im Alltag bewährt sich der kommunikative Charakter einer offenen Küche. Wenn Gäste zu Besuch sind und man gemeinsam isst, trinkt und sich gut unterhält, ist der Gang in die nicht-offene Küche ein Stimmungs- und Kommunikationskiller. Zumal sich oft nicht nur die Gastgeber, sondern auch die Gäste zum Aufstehen und Helfen bemüßigt fühlen. Ist der Übergang zwischen zum Essbereich jedoch fließend, bleibt die kommunikative und gesellige Stimmung erhalten.

Und zu guter Letzt noch ein Argument für alle Utopisten unter uns: In Zukunft wird der Kochbereich immer ordentlich und vorzeigbar sein. Denn niemand möchte, dass spontaner Besuch das Chaos aus herumstehenden Packungen und dreckigem Geschirr sieht. Und wenn bisher der Wunsch nach Ordnung und Purismus nicht motivierend genug war: Einfach mal häufiger Freunde einladen. Dann herrscht immer Ordnung. 😉

 

Geschlossene Küche

Trends kommen und gehen. Warum sollte man also seiner Raumarchitektur einen zeitgenössischen Stempel aufdrücken, der in wenigen Jahren vielleicht schon ein absolutes No-Go ist. Und wer sagt, dass eine geschlossene Küche nicht auch modern und stylisch sein kann. Niemand! Und darum kann man darauf pfeifen, was Wohnmagazine, weitläufige Bekannte oder unbekannte Architekten sagen.

Der wohl größte Vorteil ist außerdem die Möglichkeit einfach die Tür zu schließen, und die Küche Schlachtfeld sein zulassen. Natürlich möchte jeder stets und zu jeder Zeit penibel aufgeräumte Ablageflächen und blitzblanke Ablageflächen. Doch manchmal ist es wichtiger mit den Kindern zu spielen, gemeinsam mit dem Partner die Lieblingsserie zu schauen oder ganz für sich selbst ein gutes Buch zu lesen. Und eben nicht die Spülmaschine einzuräumen oder das Ceranfeld zu polieren.

Ein weiteres Argument für die geschlossene Küche ist wohl typisch deutsch. Denn sie ist nicht nur der Raum zur Aufbewahrung und Zubereitung der Lebensmittel, sondern auch Ort der Gemütlichkeit. Und gemütlich ist eben die Kiste mit halb gelesenen Zeitschriften und die Kühlschrankwand mit den Postkarten und nicht die klinische Sterilität der Vorzeigeillustrationen im Wohnmagazinen.
Ein weiterer Grund, warum die geschlossene Küche die bessere Variante ist, ist „mehr Privatsphäre“ in den eigenen vier Wänden. Denn die Flohsamen für die bessere Verdauung oder die ungesunde, aber heißgeliebte Nougatcreme sind einfach nicht für jedes Besucherauge bestimmt. Ein weiteres Plus ist, dass Gerüche und Geräusche sich nicht im ganzen Haus verteilen, in Möbel und Kleidern festsetzen und die anderen Bewohner stören.

Unser Tipp:

Ein guter Kompromiss zwischen den beiden Wohnkonzepten ist eine bewegliche Trennwand. So genießt man alle Vorteile und ist flexibel und anpassungsfähig.

 

Quelle:
https://www.kuechen-quelle.de
http://www.t-online.de/heim-garten
http://www.schoener-wohnen.de

Luise Dittmer

Luise Dittmer

Mein Motto: "Die besten Tipps sind die, von denen man selbst keine Ahnung hat."
Luise Dittmer

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