Das Multifunktionszimmer: Unkonventionell und super praktisch

Zimmer für alles - Multifunktionszimmer im Living HausHeute stellen wir euch ein Zimmer vor, das so unter dieser Bezeichnung in keinem unserer Häuser verzeichnet ist: Das Multifunktionszimmer. Natürlich kann jeder Raum in mehrfacher Weise genutzt werden, die strikte Trennung der Räume nach Nutzen entspricht schon eine Weile nicht mehr dem Verständnis von modernem Wohnen.

Als Beispiel kann unter anderem die Zusammenlegung des Wohn- und Esszimmers oder die Erweiterung des Badezimmers zur Wellness-Oase genannt werden. Das Multifunktionszimmer hingegen ist ein Zimmer, das frei nach den Bedürfnissen, Wünschen und Anforderungen der Hausbewohner Medienzimmer, Spielbude, Hobbyraum oder Turnhalle sein kann.

 

Zimmer sinnvoll nutzen

Doch wo im Haus soll dieses Zimmer sein? Grundsätzlich eignet sich jedes freie Zimmer im Haus, doch wer hat das schon. Daher unser Vorschlag: prüft, ob ihr euer Arbeitszimmer wirklich zum Arbeiten braucht oder ob es vielleicht viel weniger genutzt wird, als es verdient hat? Wer nur plant dort einmal im Jahr die Steuererklärung zu machen und dies meistens dann doch am gemütlicheren Esstisch erledigt, könnte den wertvollen Wohnraum sinnvoller nutzen. Hier stellen wir unsere oben genannten Ideen etwas genauer vor:

 

Gib der Technik ein Zuhause

Medienzimmer: Computer, X-Box, zweiter Fernseher oder der Old-School-Plattenspieler –Unterhaltungselektronik gehört zu unserem Leben. Doch wo wird diese untergebracht und wo wird sie genutzt? Die Regale im Wohnzimmer zustellen, ins Schlafzimmer damit oder, sicher zur Freude der Kleinen, ins Kinderzimmer? Für viele ein absolutes No-Go. Warum dann nicht ein Zimmer einrichten, in dem alle Geräte ihrem Platz finden und sie gemeinsam genutzt werden können. Vorteile gibt es dabei viele: die Duelle Fußball vs. Rosamunde Pilcher gehen damit unentschieden aus, der Medienkonsum der Kinder kann besser gesteuert werden und die Eltern haben außer dem Schlafzimmer noch einen weiteren Rückzugsort. Und während man im Wohnzimmer eher auf eine moderne und strukturierte Einrichtung steht, darf es im Medienzimmer heimeliger, kuscheliger und bunter zugehen. Bestens dafür geeignet sind ein einladendes Sofa, bequeme Sessel oder eine gemütliche Récamiere. Oder man ist noch ein Stückchen unkonventioneller und baut sich ein „Matratzenlager“ aus Paletten. Und die richtigen Cineasten nutzen ihrer Chance und installieren Leinwand und Beamer fürs eigene Heimkino.

 

Spiel, Spaß und Remmidemmi

Spielbude: Spielen nur im Kinderzimmer? Ist genauso blöd wie „Draußen nur Kännchen“. Denn die Kleinen wollen doch dort sein, wo auch die Eltern sind und nicht ein Stockwerk darüber außerhalb von Hör-und Rufweite. Und andersrum ist es wohl genauso: Die meisten Eltern haben kein gutes Gefühl, wenn sie kein Auge auf ihre Sprösslinge werfen können, brechen aber auch nicht in Begeisterungsstürme aus, wenn die Kids mit ihrem Spielzeug den Wohnraum belagern. Die Lösung kann ein Spielzimmer sein, das im Erdgeschoss eingerichtet wird. Hier ist die zentrale „Sammelstelle“ für alle Spielsachen im Haus. Und hier darf auch tagelang gebaut, gebastelt und gemalt werden ohne abends sofort alles aufräumen zu müssen. Besonders geeignet ist dies, wenn ausgedehnte Lego-Landschaften entstehen sollen oder das Wasserfarben-Atelier gerade erst eröffnet wurde.

 

Freizeit unter eigenem Dach

Hobbyraum: Der Ben bastelt am liebsten, die Leni liebt Bücher, die Mama malt, um sich zu entspannen und der Papa puzzelt in seiner Freizeit. Und natürlich klimpert auch jeder auf dem Familienklavier. Erkennt ihr eure Familie wieder? Dann wäre der extra Hobbyraum was für euch. Hier hat jeder Platz, um seinem Hobby nachzugehen und die dazu notwendigen Utensilien unterzubringen. Ist das Zimmer ausreichend groß, können hier zusätzlich auch vieles aus dem Outdoor-Hobbybereich gelagert werden. Natürlich sind das schlammversaute BMX und die nach“ Stall duftenden“ Reitstiefel im Carport oder der Garage besser aufgehoben, aber zumindest Federballspiel, Sklackline, Wikingerschach und diverse Sporttaschen können hier ordentlich verstaut werden.

 

Schwitzen erlaubt

Turnhalle: „Ab Morgen steig ich zweimal pro Woche aufs teuer gekaufte Laufband“ oder „Yoga tut mir so gut – mach ich nun öfter“ – schön wär‘s, wäre da nicht immer der innere Schweinehund. Der freut sich nämlich mächtig, wenn das Laufband Kleider behangen im Schlafzimmer steht und die Yoga-Matte zusammengerollt an der Garderobe hängt. Keine Ausreden gibt es hingegen mehr, wenn man einen Raum im Haus hat, im dem Laufband und Yoga-Matte jederzeit nutzbar sind. Doch nicht nur die Eltern profitieren vom hauseigenen Fitnessstudio. Auch die Juniors haben einen Raum zu toben und sich zu bewegen, sollte das Wetter draußen mal nicht mitspielen. Okay, Ballsport jeglicher Art ist vor der Haustür wohl wirklich besser aufgehoben, aber vieles andere wie zum Beispiel Trampolin springen ist auch drinnen möglich. Oder man übertreibt es gleich und baut das Zimmer mit Klettersteinen und Matten zur Kletterhalle aus.

 

Erfolgreich lernen

Und last but not least das Lernzimmer: Uns Erwachsenen wird immer empfohlen, keine Arbeit mit ins Schlafzimmer zu nehmen, wenn wir erholsam schlafen möchten. Und was uns nicht guttut, kann doch auch für lernende Kinder und Teenies nicht optimal sein. Natürlich gibt es die Viel-, Gern- und Gut-Lerner, die immer und überall erfolgreich büffeln können. Die Realität schaut oft anders aus –  und auch das ist normal, Lernen will schließlich gelernt sein und jeder denkt mit Grausen an seine Nicht-Lieblingsfächer, deren Stoff so gar nicht hängen bleiben wollte.

 

Vorteile für Eltern und Kinder

Aber um auf den Punkt zu kommen: Ein Lernzimmer kann helfen, das Lernen zu ritualisieren und als To-Do-Punkt in Tagesablauf zu akzeptieren. Denn das Lernzimmer hat viele Vorteile: Hier gibt es keine Verlockungen wie Nicht-Schul-Bücher oder Spielsachen, die ablenken. (Dies soll natürlich nicht bedeuten, dass es im Lernzimmer trist und unbehaglich sein sollte. Ganz im Gegenteil: Bunte Lernposter, gutes Licht, bunte Stifte und lustige Post-its sorgen für eine angenehme Lernatmosphäre.) Sofern noch weitere lernende Kinder im Haushalt leben, können sie sich beim Lernen im gleichen Zimmer unterstützen. Und ist die Hilfe von den Eltern gefragt, müssen Mama und Papa nicht ständig zwischen den Zimmern wechseln oder von unten nach oben hetzen. Und sowohl für Eltern als auch die Sprösslinge besonders wichtig: Ist das Lernpensum erfüllt, macht man die Türe hinter sich zu und darf sich ohne schlechtes Gewissen entspannen.

Was haltet ihr von unserer Idee des „Multifunktionszimmers“? Yay oder Nay? Gerne könnt ihr uns auch Bilder eures „Multi-Zimmers“ schicken und über eure Erfahrungen berichten.

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Luise Dittmer

Luise Dittmer

Mein Motto: "Die besten Tipps sind die, von denen man selbst keine Ahnung hat."
Luise Dittmer

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