Lagerfeuerfeeling mit eigener Feuerschale

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Oh je, der kalte, nasse Herbst hat uns erreicht! Das Wetter ruft nur noch selten nach Gartenparty und ausgedehnten Abenden auf der Terrasse. Doch muss das wirklich den Verzicht auf gemütliche Outdoor-Stunden bedeuten? Nein! Ich zeige euch, wie ihr mit wenigen Handgriffen und etwas Beton die frische Herbstluft im Warmen auf der heimischen Terrasse genießen könnt: Mit der selbstgebauten Beton-Feuerschale.

 

Alles, was ihr dafür braucht:

 – 1 x kleine Schale
– 1 x eine größere Schale
– 1x Beton zum selbst Anrühren
– 1x Steine zum Dekorieren
– 1x ein Rührwerkzeug (am besten eine Holzleiste)
– 1x Folie zum Auslegen
– 1x eine alte Zeitung
– 1x Trennmittel in Sprayform
– 1 x Stahlschwämmchen
– 1x Brenngel
– Wasser

 

Bevor es losgeht, hier ein paar spannende Facts zu dem trendigen Baustoff Beton:

Schon bei den Römern war der Verbundbaustoff beliebt. Damals noch relativ einseitig verwendet, haben sich heute zahlreiche Anwendungsgebiete erschlossen: Straßenbau, Tiefbau, Ingenieurbau, Hochbau, Kunst, Mode oder auch Möbelstücke. All diese Bereiche nutzen das graue Material. Okay! Beton gehört eindeutig zu den vielseitigen und mittlerweile beliebten Werkstoffen – aber, warum?

Beton lässt sich einfach herstellen, ist relativ günstig und schnell zu verarbeiten. Deswegen verband man mit ihm lange Zeit billige aber auch lieblose, kühle Architektur. Niemand wollte so wirklich „Betonburgen“ in seiner Nähe wissen; mit Ausnahme der großen Zeit des „Sichtbetons“ in der Architektur. Das ansonsten hässliche Entlein unter den Werkstoffen erlebt heute eine Renaissance und darf sich wie Aschenputtel an Beliebtheit erfreuen. Dank des Minimalismus und seiner klaren Strukturen rückt das Material in den Vordergrund.

Die raue, graue Oberfläche, kombiniert mit satten Farben oder ein paar Pflanzen, komplimentiert den trendigen Industrial-Stil. Wohnaccessoires und Möbelstücke aus Beton schenken dem Eigenheim Stil und Eleganz und schaffen sogar eine wohlige Atmosphäre – wer hätte das gedacht?  Moderner Schick mit Beton – da passt die Feuerschale ja perfekt. Daher genug von Römern, Fakten und Trends – auf geht’s zur Feuerschalen-Anleitung!

 

Die Vorbereitung:

Mit der richtigen Vorbereitung gelingt (beinahe) alles. Deckt den Arbeitsplatz mit Folie oder Zeitungspapier ab. So spart ihr euch hinterher lange Putzaktionen. Danach heißt es wie beim Backen: Die eingangs oben genannten Schüsseln einfetten. Mit dem Trennmittel fettet ihr die große Schüssel innen und die kleine außen sorgfältig ein. Gesagt, getan? Dann geht es jetzt ans Mischen.

 

Beton mischen und in die Schale geben

Haltet euch beim Rühren an die Betonmischanleitung. Ist der Beton gerührt, gießt ihr ihn in die große Schale. Schnappt euch anschließend die kleine Schale und drückt sie mit dem geschlossenen Boden nach unten in die Masse. Legt einen Stein in die kleine Schale, damit sie während des Trockenvorgangs fixiert ist. Sobald der Beton etwas fester wird (noch nicht ganz fest ist) zieht ihr sie vorsichtig heraus.

 

Warten und Fertigstellen

Gönnt euch eine Kaffeepause, geht eine Runde mit den Kindern spielen oder legt euch für einen kurzen Moment aufs Ohr, denn nun darf die zukünftige Feuerschale 30 Minuten trocknen. Fertig mit dem Kaffee? Den Kuchen auch schon aufgegessen, oder ihr seid aus dem Nickerchen erwacht? Super! Deckt die Schale mit ein paar Lagen Zeitungspapier ab. Nun heißt es, ganz vorsichtig und langsam die Beton-Feuerschale aus der Form heraus zu “stürzen“ und umgedreht eine Weile liegen lassen – so lange bis sie ausgehärtet ist.

Feinschliff und Feuerschale

Sie ist hart wie eine Bowlingkugel und bereit zum Einsatz, oder nicht? Könnt ihr euch an der selbstgebauten Feuerschale die Zähne ausbeißen, dann ist sie bereit für den Feinschliff. Mit einem Stahlschwämmchen bürstet ihr Unebenheiten heraus. Ein paar Dekosteine auf dem Rand oder am Boden runden die Optik ab. Jetzt noch Brenngel und es werde Feuer. Dem gemütlichen Abend draußen auf der Terrasse steht nichts im Wege.

Psst: Vergesst die Decken nicht, falls doch noch ein kühler Wind weht 😉.

 

Bildquelle:
istock.com | SeanXu

Latifa Warrelmann

"Wer aufgibt, wo doch das Ende nah, wird nie verstehen, das Glück aus eigner Hand geschaffen."
Latifa Warrelmann

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