Auszeit für echte Kerle

#Zuhause - Auszeit für echte Kerle

Hey, du harter Kerl da draußen! Pause nötig? Zurecht! In dieser Welt rast das Leben viel zu schnell an einem vorbei. Kennste selbst, ne? Dabei muss man sich auch mal was gönnen können: Take it slow! Nimm mal den Fuß vom Gas und entschleunige. Sollen sich doch die anderen von ihren künstlichen Deadlines stressen lassen. Faulenzen? Nein, entspannen, ausklinken. Mal weg vom Alltag. Das ist zwischendurch einfach nötig und völlig legitim.

Denn der Mann von heute erobert sich einen neuen Raum: Der Macher wird zum Relaxer. Eine Entschleunigung definiert den neuen Lebensrhythmus. Neu? Okay, wir geben ja zu: Slow machen, ist ja keine neue Idee. Das Thema Entschleunigung findet aber gefühlt nur in Feuilletons und Frauenzeitschriften statt.

Back to the Roots

Lange Mähne und dicke Bärte – der Trend zum wilden Männerhaar steht im kontrastreichen Einklang mit dem männlichen Wellnessdrang. Was wächst und gedeiht, möchte gepflegt werden. Vielmehr noch wird bewusster gelebt, gegessen und geschlafen. Frauenthemen werden von echten Kerlen adaptiert. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis passende Zeitschriften für Männer aufgelegt werden. Sie hießen „Cord“ und heißen „Walden“ und treffen den Mann in seinen tiefsten Bedürfnissen: Die Pflege langer Bärte, gemütlich-dicke Holzfällerhemden, die Abgeschiedenheit, das rituelle Treffen mit den Jungs, Ausflüge durch Wald und Wiesen sowie der stete Drang etwas mit den eigenen Händen produzieren.

Entschleunigung ist nicht mehr länger nur ein Frauenthema. Auch der härteste Kerl braucht mal ’ne Auszeit. Da muss es nicht das Wellness-Spa-Wochenende sein, das in den Frauenzeitschriften beschrieben wird, und auch die wenigsten werden realistischerweise den einsamen Colorado-Canyon-Trip abseits jeder Zivilisation machen können, wie er im ein oder anderen Werbefilm gezeigt wird. Tolle Idee, keine Frage. Aber wer hat schon die Zeit und das Geld dafür?

 

Finde Deinen Weg zur Auszeit!

Und sowieso: Mit solchen Hochglanzbildern werden doch auch nur wieder unrealistische Erwartungen geschürt, die neuen Stress verursachen. Viel sinnvoller ist es darum, herauszufinden, was für einen selbst funktioniert. Das beginnt damit, dass du dir klarmachst, wo du dich entspannst. Was tut dir gut, was nicht? Wo tankst du neue Energie und wo nicht? Aber Achtung: Im Alltag ist das mitunter gar nicht so leicht festzustellen, weil du unter Umständen je nach Stresslevel auch die Aktivitäten, die dir eigentlich guttun, schon meidest, weil sie Zeit kosten oder erst einmal Aufwand bedeuten.

Dabei ist es völlig egal, was dir Kraft gibt: Die einen entspannen durch Bewegung beim Sport, die anderen am besten in der geselligen Runde mit ihren Kumpels, wieder andere allein beim Basteln im ruhigen Hobbykeller und noch mal andere bei der Verwöhn-Massage im Spa. Egal was deine Oase ist, die folgenden fünf Tipps helfen dir zusätzlich dabei, einen Gang runterzuschalten:

 

  1. Offline is the new luxury!

Schalte Telefon, Internet und Smartphone ab. Sei nicht erreichbar. Wenn du es nicht übers Herz bringst, dann such dir das größte Funkloch in deiner Gegend und spring hinein.

 

  1. 50 Minuten sind die neue Stunde!

Oft entsteht Stress allein dadurch, dass wir aufgrund schlechter Planung eigentlich an zwei Orten gleichzeitig sein müssten. Deshalb hilft es oft schon, einfach etwas mehr Zeit einzuplanen – für die rote Ampel unterwegs, den Kaffee zwischen zwei Meetings oder zwei Minuten an der frischen Luft.

 

  1. Just do it: Sag Nein!

Ist eigentlich ganz einfach. Vier Buchstaben. Trotzdem oft verdammt schwer. Besonders gegenüber Kollegen, dem Chef oder Freunden. Aber manchmal muss es einfach sein. Und wenn du es nicht kannst, dann kauf dir ein „Nein“.

 

  1. Weg damit: Befrei dich von Ballast!

Viel Zeug, viele Hobbies und keine Zeit mehr. Wer selbst in seiner Freizeit in Termindruck kommt, weil er mit der Band proben, mit der Pokerrunde zocken und mit dem Verein für den Aufstieg kämpft, der nutzt die vier Buchstaben aus Punkt drei – oder räumt einfach mal den Keller auf. Wegwerfen reinigt.

 

  1. Querfeldein: Routinen ändern!
    06:03 Uhr aufstehen, duschen, anziehen, Kaffee, ab zur Arbeit. Jeden Morgen tun wir die selben Dinge, beschreiten die selben Pfade. Wie öde. Ändere das! Stell den Wecker immer anders. Nimm mal die Seitenstraße zur Arbeit. Oder wechsele einfach die Teesorte. Nur weil man jeden Tag die selben Dinge machen muss, bedeutet es ja nicht, dass man die Art, wie man es macht, nicht auch mal ändern kann.

 

Hast du deinen Weg zur Auszeit schon gefunden? Ist dein Leben schon entschleunigt? Kannst du wieder durchatmen und wirklich entspannen? Na, dann erzähl doch mal, wie du die Entschleunigung gemeistert hast?

Bildquelle: istock.com | YakobchukOlena

Dieser Artikel wurde in einer früheren Version zuerst in unserem Lifestyle Magazin #Zuhause veröffentlicht und für den Living Haus Blog aktualisiert.


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Jörg Gottschling

Jörg Gottschling

Chronischer Querdenker im #Hashtag-Fieber, aktiver Blogger & Digital Native auf der Suche nach mehr Leben im Alltag.
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