Ausbau-Tutorial #5: Wandgestaltung mit Easy-Putz

Living Haus - Ausbau-Tutorial 5 - Easy-Putz

Unsere Ausbau-Tutorials mit der DIY-Academy gehen bereits in den vierten Monate und in die fünfte Folge. Schon im ersten Tutorial haben wir uns um die Spachtelarbeiten an der Wand gekümmert. Da war das Verputzen noch richtige Arbeit – jedenfalls im Vergleich zu dem, was wir diesmal vorhaben.

Letzten Monat kam die Vliestapete drauf. Nun wollen wir der Zimmerwand einen anderen, farblichen und strukturellen Feinschliff geben: Gemeinsam mit Expertin Annekatrin Reichelt tragen wir Easy-Putz auf. Was das ist? Wie das aussieht? Was das kann? All diese Fragen beantworten wir nun.

 

Was ist Easy-Putz?

Den Easy-Putz ist immer weiß und es gibt ihn in zwei Strukturvarianten: als Feinputz mit 1mm Körnung und als Extrafeinputz mit 0,5mm Körnung. Er besteht zu 70 Prozent aus Marmor-Mehl – richtig edel also. Vor allem aber richtig clever: Denn dadurch ist er besonders atmungsaktiv und raumklimaregulierend.

Gleichzeitig ist die Anwendung sehr leicht: Im Grunde wird der Putz einfach an die Wand gestrichen – wie Farbe. Apropos Farbe: Tatsächlich gibt man dem Easy-Putz eine kleine Menge (wahlweise zwischen zwei und sechs Gramm) spezielles Farbgranulat hinzu und erhält direkt einen Putz in dem gewünschten Farbton.

 

Schritt 1: Gut abkleben

Wände, Decke, Anschlüsse und Seitenränder müssen gut abgeklebt werden. Warum? Auch wenn er „easy“ ist, so handelt es sich um Putz. Und wenn der einmal hart wird, dann muss man in der Not wieder viel runterschleifen von der aufgetragenen Wandstruktur.

 

Schritt 2: Sperrgrund auftragen

Bevor der Easy-Putz an die Wand kommt, braucht es für eine bessere Haftung ein Sperrgrund. Auch hier gilt: Einfach wie Farbe im Kreuzgang (Also: auftragen, verteilen und verschließen) auf die Wand auftragen. Im besten Fall mit einem breitem „Flächenstreicher“. Achtung: Der Sperrgrund muss je nach Raumklima circa zwei bis sechs Stunden trocken.

 

Schritt 3: Easy-Putz – Vorbereitungen

Das Farbgranulat je nach gewünschter Farbintensität in den Easy-Putz sorgfältig einrühren. Die „Auftragswalze“, mit der der Putz aufgetragen wird, unbedingt vorher anfeuchten, damit nachher der Putz auch gut an der Rolle hält und ein gleichmäßiges Auftragen auf der Wand gelingen kann. Anfeuchten bedeutet in diesem Fall „nebelfeucht“: Hand ins Wasser und dann Hand auf die Walze.

 

Schritt 4: Easy-Putz auftragen

Ja nachdem, welche Struktur man haben möchte und wie ausgeprägt diese am Ende sein soll, wird nun der Easy-Putz „satt“ auf die Wand aufgetragen. Warum „satt“? Weil schließlich eine Struktur entstehen soll. Auch hier empfiehlt sich wieder die Kreuzgang-Technik. In der Theorie könnte man dies schon trocknen lassen und es wäre fertig.

 

Schritt 5: Struktur individualisieren

Man kann nach diesem ersten Auftragen und noch bevor es getrocknet ist, zusätzlich mit der „Finish-Walze“ über den Putz gehen. Dadurch werden die Spitzen von der Struktur gebrochen und die Wand erhält mehr Glätte.

Andererseits kann man mit einem dicken Pinsel und einigen gekonnten Handschwingungen oder Kreisen einen Landhausputz kreieren. Wichtig bei der zweiten Variante: Nur einer darf sich dieser Technik widmen, damit die Struktur gleichmäßig wird.

 

Hier könnt ihr euch das gesamte Ausbau-Tutorial in Ruhe ansehen:

 

Und wie ist eure Erfahrung mit Easy-Putz? Erzählt uns von euren Ausbau-Erfahrungen in den Kommentaren.

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Jörg Gottschling

Jörg Gottschling

Chronischer Querdenker im #Hashtag-Fieber, aktiver Blogger & Digital Native auf der Suche nach mehr Leben im Alltag.
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