7 Tipps für nachhaltiges Leben und Wohnen

Einen grünen Fußabdruck zu hinterlassen, ist absolut wesentlich für unsere Zukunft und die der kommenden Generationen. Nachhaltig wohnen ist kein Trend mehr, sondern, meiner Meinung nach, eine Pflicht für alle. Deswegen kommen hier sieben Tipps, auch wenn es noch viele mehr gibt, mit denen ihr der Umwelt und zumeist auch eurem Geldbeutel etwas Gutes tun könnt.

1. Essenspläne erstellen

Das sogenannte „Meal Planning“ ist eine einfache Variante bewusst einkaufen zu gehen. Einfach ausgedrückt: Essensplan für eine Woche erstellen, nur das einkaufen, was wirklich benötigt wird – fertig. So unterbindet ihr nebenbei auch, euch Essen to go zu besorgen. Einfach am Vorabend schon eine Portion mehr kochen und euer Mittagessen für den nächsten Tag ist zubereitet. Durch das einmalige Kochen spart ihr euch Energie und Zeit. Außerdem sind die Mahlzeiten frisch zubereitet und ihr kommt nicht in Versuchung zum großen gelben „M“ zu gehen.

Beim Meal Planning und dem damit bewussten Einkaufen könnt ihr einen weiteren Faktor in Betracht ziehen, der gut für unsere Umwelt ist: Kauft regionale Produkte! Es steht außer Frage, dass die Goji Beere voll an Vitamin C ist. Aber bis diese, aus den dörflichen Regionen Chinas bei uns angekommen ist, wurde so viel CO2 in die Luft gestoßen, da würde ich lieber in eine Zitrone beißen.

 

2. Glas, Karton und Jute statt Plastik

Wo wir schon beim Einkaufen sind: Die Plastiktüte hat ausgedient. Besser ist es, Jutebeutel mitzunehmen. Die kosten nicht viel, sind leicht und lassen sich in jeder Tasche verstauen. Umweltfreundlich sind sie noch dazu. Bei Getränken sollten Pfandflaschen aus Glas bevorzugt werden. Cool sind auch verpackungsfreie Supermärkte, die es mittlerweile in fast jeder größeren Stadt gibt. Es lohnt sich einfach, sich ein wenig über solche Shoppingmöglichkeiten in der Nähe zu informieren. Frischhaltedosen oder Einmachgläser nicht vergessen!

 

3. Nachhaltige Möbel statt Billiglösungen kaufen

Schon bei der Wohnungseinrichtung kann man vieles richtig machen. Wer zum Beispiel auf Tropenholz verzichtet, leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, denn dieses Holz wird meist unter katastrophalen Umwelt- und Sozialbedingungen abgeholzt und muss über tausende Kilometer transportiert werden. Besser sind heimische Möbel-Alternativen in Eiche oder Zirbe aus kontrolliertem Anbau. Die sehen genauso schick aus, sind langlebig und noch dazu deutlich nachhaltiger.

 

4. Nicht benötigte Geräte vom Netz nehmen

Hohe Stromrechnungen sind nicht nur dem Geldbeutel ein Dorn im Auge, sondern auch der Umwelt. Mehrfachstecker, bei denen man den Strom abschalten kann, lohnen sich da sehr. Wird ein Gerät nicht benötigt, wird es einfach vom Stromkreis getrennt.

 

5. Ökologisch putzen

Jedes Jahr landen rund 150.000 Tonnen Wasch- und Reinigungsmittel im Abwasser. Besser ist es daher, auf ökologische Reinigungsmittel zu setzen. Es gibt im Internet sogar zig Anleitungen, wie man Putz- und Waschmittel ganz einfach selber herstellen kann. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt zugleich! Wichtig ist außerdem, dass die verwendeten Mittel kaum umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten. In den letzten Jahren kamen beispielsweise immer wieder Silikone und Plastik in Duschgels in die Kritik. Zurecht, denn diese landen in den Meeren und gelangen durch die Fische wiederum in unsere Nahrungskette.

 

6. Erst probieren, dann wegwerfen!

Allein in Deutschland landen jedes Jahr rund 18,4 Millionen Tonnen Nahrung im Müll. Der Grund, weshalb so viel Essen weggeworfen wird, ist nämlich, wie so oft, der Verbraucher. Natürlich, schimmliges Brot oder stinkenden Fisch sollte man definitiv nicht mehr essen. Aber etwas weiche, aber noch gute Erdbeeren einfach wegzuwerfen ist Verschwendung. Obst und Gemüse, das nicht mehr so schön, aber noch genießbar ist, kann man super zu Smoothies oder Suppen verarbeiten – da fallen die Druckstellen nämlich nicht auf. Auch sollte man sich nicht vom Mindesthaltbarkeitsdatum abschrecken lassen. Einen Joghurt, der dieses Datum bereits überschritten hat, aber noch gut schmeckt, kann man durchaus noch essen. Der Instinkt sagt einem, ob etwas noch gut ist oder nicht.

 

7. E-Book-Reader für Vielleser

Ein 400 Seiten dickes Buch aus Frischfasern hat bei einer Auflage von 5.000 Exemplaren 96 Bäume auf dem Gewissen. Bücher ohne FSC-Logo können laut WFF sogar Anteile von Tropenholz aus mutmaßlichem Raubbau enthalten. Wer beim Anblick seines übervollen, meist ungelesenen Bücherregals nun ein schlechtes Gewissen hat – zu Recht! Gerade für Vielleser eignet sich ein E-Book-Reader, da er trotz Stromverbrauch während des Lesens ökologischer ist. Laut Öko-Institut lohnt er sich aus energetischer Sicht bereits ab zehn Büchern im Jahr. Damit die Bilanz aufgeht, muss er aber mindestens drei Jahre benutzt werden. Wer bereits ein Tablet oder großes Smartphone hat, braucht kein weiteres Gerät, sondern nur die Reader-App.

 

Es sind kleine Schritte, die in die richtige Richtung führen, und wenn sich jeder an die eigene Nase fasst und mitmacht, können große Änderungen hervorgebracht werden.

 

Quellen:

livingathome.de
umweltdialog.de
az-online.de
wohnung-einrichten.net

Bildquelle:

istock.com | BrianAJackson

David Stach

David Stach

Grenzen, wie Ängste, sind oft nur eine Illusion. Und Illusionen sind da, um überwunden zu werden. „ Ich versuche sie grundsätzlich im Vollsprint zu überspringen.“
David Stach

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